Österreich zählt zu den wohlhabendsten Ländern Europas. Dennoch fällt es vielen Menschen schwer, Zinsen zu verstehen, finanzielle Risiken einzuschätzen oder den Überblick über die Finanzen zu bewahren. Neue Lehrpläne, eine nationale Finanzbildungsstrategie und Initiativen wie das „Finanznavi“ sollen die Wirtschafts- und Finanzbildung gezielt stärken. Für eine nachhaltige Weiterentwicklung an Schulen braucht es aber vor allem kompetente und engagierte Lehrpersonen.
Kompetente Lehrpersonen sind der Schlüssel
Wirtschafts- und Finanzbildung in Österreich
kurzgefasst
Wie Menschen finanzielle Entscheidungen treffen und wirtschaftliche Entwicklungen einordnen, hängt maßgeblich vom nationalen Kontext ab. Österreich zählt zu den wirtschaftsstärksten und wohlhabendsten Ländern Europas. Dennoch stehen auch in Österreich viele Menschen vor Herausforderungen wie dem Wirtschaften in Zeiten hoher Inflation, dem Umgang mit Schulden, den deutlichen Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern, der Altersarmut und der Notwendigkeit, Ersparnisse vor Kaufkraftverlust zu schützen und für die Zukunft vorzusorgen.
Finanzielle und ökonomische Bildung in der Schule
Das individuelle Niveau an Wirtschafts- und Finanzbildung in Österreich wird überwiegend durch die Erziehung im Elternhaus bestimmt (Grohs-Müller & Greimel-Fuhrmann, 2020). Entwicklungen wie der Ausbau von Wirtschafts-…
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Autorin
Univ.-Prof. Dr. Bettina Greimel-Fuhrmann ist Universitätsprofessorin für Wirtschaftspädagogik an der WU Wien und eine Expertin im Bereich der Wirtschafts- und Finanzbildung. Sie hat an der WU ein Kompetenzzentrum für Finanzbildung gegründet und zahlreiche Finanzbildungsprojekte initiiert.
Autorin
Dr. Julia Riess ist Senior Scientist am Institut für Wirtschaftspädagogik und Direktorin des Kompetenzzentrums für Finanzbildung an der WU Wien. Sie forscht seit vielen Jahren im Bereich der Wirtschafts- und Finanzbildung und ist Mitglied im österreichischen Steuerungsausschuss für Finanzbildung.